Besondere Einsätze 2019

Dachstuhlbrand hält Feuerwehr in Atem (Fürstenried) Freitag, 26. Juli 2019, 17.56 Uhr; Staffelseestraße

Am Freitagabend hat ein Dachstuhlbrand in der Staffelseestraße einen Sachschaden im siebenstelligen Bereich verursacht.

Ein Mitteiler informierte über die Notrufnummer 112, dass er offene Flammen und Rauch auf der Dachterrasse an einem benachbarten Haus bemerkte. Die genaue Einsatzadresse und detaillierte Angaben konnte der Mitteiler leider nicht tätigen. Weitere Anrufer ermöglichten es den Mitarbeitern der Integrierten Leitstelle das Gebiet weiter einzugrenzen und sie alarmierten die Feuerwehr.

Beim Erkunden vor Ort stellte sich für die ersten Einsatzkräfte sehr schnell heraus, hier handelt es sich um einen Dachstuhlbrand im fünften Obergeschoss. Ein ausgebrochener Brand in einem Büro hatte sich auf die Dachkonstruktion und Dämmung ausgebreitet. Das nun in Brand befindliche Dach besitzt eine Fläche von etwa 600 qm.

Anfangs wurde mit einem Wenderohr und im Verlauf mit mehreren C-Hohlstrahlrohren gelöscht. Die Brandbekämpfung gestaltete sich als sehr mühsam und zeitintensiv. Mit Hilfe von Rettungssägen mussten die Dachfläche von außen und auch die Innendecken großflächig geöffnet werden. Nur so konnte die Feuerwehr an die vielzähligen Brandherde gelangen. Um ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern, wurde teilweise intaktes Dämmmaterial entfernt. Auf Grund der Rauchentwicklung konnten sämtliche Arbeiten ausschließlich unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Hierfür wurden etwa 100 Atemschutzgeräte benötigt.

Obwohl das Feuer binnen 40 Minuten unter Kontrolle war, dauerten die Arbeiten an diesem Objekt etwa acht Stunden an. Zur Unterstützung wurde die Freiwillige Feuerwehr Neuried mit Fahrzeugen und einer Druckluftschaumanlage angefordert.

Bei dem Einsatz verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht.
Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.000.000 Euro.
Zur Brandursache ermittelt die Polizei.

Busunfall mit schweren Folgen (Sendling) Donnerstag, 11. Juli 2019, 19.15; Aidenbachstraße

Am Donnerstagabend ist es in Sendling zu einem Busunfall gekommen, bei dem eine Radfahrerin schwer verletzt wurde.

Gegen 19.15 Uhr ging der Notruf in der Integrierten Leitstelle ein. Ein Gelenkbus hatte beim Rechtsabbiegen eine Radfahrerin erfasst. Sie geriet dabei unter den Bus und wurde darunter eingeklemmt. Der Busfahrer reagierte geistesgegenwärtig und ließ den Motor laufen, damit verhinderte er das automatische Absenken des Busses.

Durch die nahegelegene Feuerwache Sendling war der alarmierte Löschzug binnen weniger Minuten am Einsatzort und befreite die 33-jährige Radfahrerin mit einem Hebekissen. Anschließend wurde sie von einem Notarzt versorgt und mit schweren Verletzungen in den Schockraum einer Münchner Klinik transportiert. Der Busfahrer wurde während des gesamten Einsatzes von geschulten Einsatzkräften betreut.

Das Fahrrad der 33-Jährigen riss bei der Kollision den Tank des Busses auf, was zur Folge hatte, dass rund 250 Liter Diesel auf die Straße liefen. Der Kraftstoff wurde mit Mulden aufgefangen und mit Ölbindemittel gebunden. Zusätzlich wurden vorsorglich alle umliegenden Gullys abgedichtet, um ein Ausbreiten des Kraftstoffes über die Kanalisation zu verhindern.

Nach zirka zwei Stunden war der Einsatz abgearbeitet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.


Unwetter über München (westliches Stadtgebiet) Montag, 10. Juni 2019, 18:06Uhr

Am Abend des Pfingstmontags ist die Feuerwehr zu unzähligen Unwetterschäden gerufen worden. Über 700 Unwettereinsätze wurden von der Integrierten Leitstelle aufgenommen. Die Einsatzkräfte arbeiteten die Einsätze bis tief in die Nacht ab. Seit heute Morgen laufen die Nacharbeiten.

Die Feuerwehr wurde zu Einsätzen gerufen, bei denen zuerst Hagelkörner die Fenster einschlugen und im Anschluss der Regen Wohnungen volllaufen ließ. Umgefallene Bäume haben Fahrzeuge, Gebäude und auch Versorgungsleitungen der Deutschen Bahn beschädigt. Laub verstopfte die Kanaldeckel, was zu überfluteten Fahrbahnen und Unterführungen führte. Um etwa 22 Uhr drohte ein Damm an der Würm zu brechen. Durch querliegende Bäume an einem Wehr hatte sich die Würm zurückgestaut und drohte nördlich der Verdistraße über die Ufer zu laufen (siehe Fotos). Das konnte die Feuerwehr durch den Einsatz von Sandsäcken gerade noch verhindern.

Starkregen, Sturm und Hagelkörner mit bis zu vier Zentimeter Durchmesser haben in der Stadt erhebliche Schäden angerichtet. In den westlichen Stadtteilen waren teilweise die Fahrbahnen nicht mehr zu erkennen: Sie waren vollständig von Laub bedeckt bzw. standen völlig unter Wasser.

Die östlichen Stadtteile blieben vom Hagel verschont, hier musste die Feuerwehr jedoch ein durch den Wind gelockertes, acht Stockwerke hohes Gerüst sichern. Im Hasenbergl lief der Regen in eine Tiefgarage und ließ das Wasser auf rund 4000 qm Fläche etwa 30 cm hoch ansteigen. Hier rückte die Feuerwehr mit speziellen Pumpen an. Dennoch dauerte es sechs Stunden, bis das Wasser abgepumpt war.

Auch die Einsatzfahrzeuge blieben nicht verschont. In Pasing beschädigte der Hagel ein Löschfahrzeug, ein Notarzteinsatzfahrzeug und die Windschutzscheiben von zwei Rettungswagen.

380 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr München waren ebenso im Einsatz wie 250 Beamtinnen und Beamte der Berufsfeuerwehr.


Brand in Bordell (Obersendling)
Mittwoch, 3. April 2019, 22.13 Uhr; Meglingerstraße

Bei einem Zimmerbrand ist gestern am späten Abend eine Person verletzt worden. Der Integrierten Leitstelle wurde ein Feuer in einem Sendlinger Bordell gemeldet. Eine Waschmaschine war in Flammen aufgegangen. Beim Löschversuch zog sich ein etwa 40 Jahre alter Mann eine Rauchgasvergiftung zu.

Während der Rettungsdienst den Verletzten versorgte, führten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Nachlöscharbeiten an der Waschmaschine durch und entrauchten die betroffenen Gebäudeteile. Das auch als Wohnung genutzte Etablissement ist aufgrund der starken Verrußung derzeit nicht bewohnbar. Der Patient kam zur weiteren Untersuchung in ein Münchner Krankenhaus. Die Höhe des Sachschadens kann von der Feuerwehr nicht beziffert werden. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.


35 Personen aus Rauch gerettet (Forstenried)
Freitag, 1. März 2019, 04.44 Uhr; Scherzerstraße

Heute Nacht ist in einer Obdachlosenunterkunft in Forstenried ein Feuer ausgebrochen. Per Telefon wurde die Integrierte Leitstelle über den Brand informiert. Die kurze Zeit später eintreffenden Einsatzkräfte fanden einen stark verrauchten Treppenraum vor. Ein Kellerbrand war die Ursache der Rauchentwicklung. Er wurde unter schwerem Atemschutz mit einem C-Strahlrohr gelöscht.

Zeitgleich retteten die Einsatzkräfte alle 35 Bewohner, teils mit Fluchthauben, aus dem Gebäude. Betreut wurden sie in einem Großraumrettungswagen der Feuerwehr. Einige Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung. Drei Patienten wurden ambulant versorgt und eine Person wurde durch den Rettungsdienst in ein Münchner Krankenhaus transportiert. Nachdem das teils stark verrauchte Treppenhaus vollständig gelüftet war, durften die Bewohner wieder zurück in ihre Unterkunft. Der Sachschaden in der Obdachlosenunterkunft beläuft sich auf etwa 25.000 Euro.

Zur Brandursache ermittelt die Polizei.


Brand in einem Dachgeschoss eines Reiheneckhauses (Fürstenried)
Montag, 11. Februar 2019, 15:50 Uhr ; Basler Straße

Am Montag bemerkte die 55-jährige Hausbesitzerin eines Reihenhauses in Fürstenried, dass aus dem Zimmer ihrer Tochter im Dachgeschoss starker Rauch quoll.

Sofort alarmierte sie die Feuerwehr über den Notruf 112. Im Zimmer der Tochter war eine Couch in Brand geraten und wurde durch die Feuerwehr gelöscht. Durch den Brand entstand insbesondere durch den Ruß- und Rauchniederschlag ein Schaden von mehreren zehntausend Euro. Personen wurden durch den Vorfall nicht verletzt. Die Tochter der Hausbesitzerin war zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause.

Das Kommissariat 13 hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.


Brandmeldeanlage rettet Leben (Fürstenried)
Freitag, 1. Februar 2019, 21.32 Uhr; Luganoweg

Aufgrund einer Rauchentwicklung in einem Seniorenzentrum hat Gestern Abend die Brandmeldeanlage ausgelöst. Die Integrierte Leitstelle beorderte daraufhin zwei Löschzüge zur Alarmadresse.

Ein Stoßtrupp mit Atemschutzgeräten machte sich auf den Weg zur betroffenen Wohnung. Um eine Rauchausbreitung zu vermeiden setzten sie einen Rauchschutzvorhang ein. Sie stellten fest, dass ein Lampenschirm in Brand geraten war und die Bewohnerin noch schlief. Die Einsatzkräfte weckten die ältere Dame und brachten sie ins Freie. Mit einem Kleinlöschgerät löschten sie den Schirm noch vollständig ab. Abschließend wurden alle angrenzenden Räume auf Verrauchung kontrolliert und der betroffene Bereich gelüftet. Dank der Brandmeldeanlage konnte die Dame, nach einer kurzen Untersuchung, völlig unversehrt vor Ort bleiben. Der Sachschaden kann von Seiten der Feuerwehr nicht beziffert werden.